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„Das Turnier ist sehr gut organisiert“
Bei der 5. Auflage der LA Open in Langenargen (wir berichteten) stachen zwei Spieler besonders hervor: Günter Maier, der seit dem Gründungsahr des Turniers dabei ist, und Gertrud Ruge, die aus Lauterbach stammend, den weitesten Anreiseweg hatte. Beide sprachen mit SÜDKURIER-Mitarbeiter Julian Biberger über ihre Eindrücke vom Tischtennisturnier des TV Langenargen.
Herr Maier, Sie sind Jahr für Jahr bei den LA Open dabei. Was zieht Sie immer wieder nach Langenargen?
Vor dem Beginn der Runde dient mir persönlich dieses Turnier als gute Vorbereitungsmöglichkeit. Außerdem kann man hier viele Bekannte von anderen Vereinen zu Gesicht bekommen. Das Turnier ist darüberhinaus auch sehr gut organisiert. Die Organisatoren investieren in den Vorbereitungsarbeiten sehr viel Mühe. Die Veranstaltung ist vom TV Langenargen wirklich top durchorganisiert.
Frau Ruge, Sie kommen aus Lauterbach und haben den weitesten Anreiseweg. Was macht für Sie dieses Turnier so attraktiv?
Es ist einfach sehr angenehm, gegen andere Leute zu spielen, die man sonst nicht trifft.
Sehen Sie es eher als Vorteil oder als Nachteil, dass die Frauen in den Männerklassen mitspielen?
Als Vorteil. Ich spiele in der Oberliga. Da ist es ein gutes Training. Hier habe ich die Möglichkeit, Aufschläge serviert zu bekommen, die ich sonst nicht bekomme. Die Herren spielen nämlich fester. Mir geht es dabei nicht so sehr darum, zu gewinnen. Ich will das Turnier einfach als Trainingsmöglichkeit nutzen.
Herr Maier, was können Sie über das Niveau bei diesem Turnier sagen?
Die Klasse A ist von der Stärke her relativ gut besetzt. Hier ist wieder Vorjahressieger Radoslav Kamberov, welcher Oberliga- und Nationalspieler ist, am Start. Auch Georgy Teliysky ist ein äußerst starker Spieler. Da werde ich wohl nicht viele Siege erringen können. Für mich steht aber auch vielmehr das Training im Vordergrund.
Wie empfinden Sie die Stimmung und die Zuschauerresonanz?
Für den Tischtennissport ist die Zuschauerresonanz hier bei den LA Open für meine Begriffe immer sehr zufriedenstellend.
Hat das Ihrer Meinung nach auch mit der Halle zu tun?
Ja, der Bereich der Cafeteria ist hier in der Halle integriert. Viele Spieler empfinden das als sehr angenehm.
Frau Ruge, könnten Sie es sich trotz Ihres weiten Anreiseweges vorstellen, auch im nächsten Jahr wieder zu kommen?
Ja, auf jeden Fall. Ich finde es gut, dass das Turnier auf den Feiertag gelegt wurde. Das hat mir zeitlich sehr gut gepasst. Da lässt sich das auch bei diesem Anreiseweg einrichten. Sollte das im kommenden Jahr auch der Fall sein, dann bin ich natürlich auch wieder mit dabei.
LA OPEN 3.10.2008
Kamberov verteidigt Titel
Tischtennis: Bei der fünften Auflage der LA Open traten am Freitag 112 Spieler in vier Klassen an. In der Klasse A verteidigte erwartungsgemäß der bulgarische National- und Oberligaspieler Radoslav Kamberov den Titel.
Er ließ zwar auf sich warten, um kurz nach halb drei traf Radoslav Kamberov (TTC Wöschbach) doch noch rechtzeitig im Langenargener Sportzentrum ein. Und bewies gleich sein Können, gewann seine Spiele souverän. In der K.-o.-Runde besiegte er in einem spannenden Finale Oberligakontrahent Georgy Teliysky (TV Mosbach). Bemerkenswert: Für Katharina Sabo (TSV Herrlingen) reichte es in der stark besetzten Klasse zu Rang fünf. Auch im Doppel glänzte Spitzenspieler Kamberov – nun Seite an Seite mit Georgy Teliysky. Die zwei stärksten Teilnehmer der LA Open gemeinsam im Doppel, da konnte nichts schiefgehen. Im Finale sicherte sich das Duo gegen Katharina Stabo und Marc Schickler (SC Staig) den Sieg.
In der Klasse B ergatterte Florian Henne (SG Aulendorf) den Pokal. Dominik Bucher trug nicht nur zum Lokalkolorit bei. Der zum Bezirksklassenkader des TV Langenargen gehörende Spieler erreichte einen respek-tablen vierten Platz. „Auf ihn sind wir besonders stolz. Er macht sich wirklich gut“, betont Joachim Weber, stellvertretender Abteilungsleiter des TV Langenargen. Im Doppel verpassten Dominik Bucher und Karl Vochezer (TTC Wangen) nur um Haaresbreite den Endspielsieg. Den holten sich Daniel Ammann (TSG Lindau-Zech) und Tillmann Schütz (SV Weingarten).
In der Klasse C erkämpfte sich Wolfram Hummel (SG Christazhofen) den ersten Platz. Als beste Frau dieser Klasse platzierte sich Uta Gierer (TSV Opfenbach) auf Rang vier. Im Doppel stand Reinhold Maucher (SV Weissenau) mit Kathrin Widholm (SV Weiler) als Sieger fest. Für Kathrin Widholm ein ganz besonderer Erfolg, sie nimmt zu fünften Mal teil.
In der K.-o.-Runde der Klasse D hatte Tobias Volk (TSV Fischbach) gegen Jeannine Fey (TSG Lindau-Zech) die Nase vorn. Seine Teamkollegen Anastasia Werner und Reiner Brodbeck landeten auf Rang fünf. Im Doppel siegten Ralf Köhler/Marcel Görres (beide TTC Bad Waldsee) vor Dagmar Matt und Reinhold Hirler (beide TuS Immenstaad).
„Wir haben uns in diesem Jahr dazu entschieden, das Turnier wieder auf eine Halle zu beschränken. Die Turn- und Festhalle befindet sich in massiven Umbauarbeiten. Da wollten wir das Risiko nicht eingehen, den Zeitplan zu gefährden“, erklärt Joachim Weber. Hinzugekommen sei, dass viele Teilnehmer die gesamte Veranstaltung auf eine Halle konzentriert haben wollten. „Der Vorteil dieser Halle ist, dass sie sehr geräumig ist. Durch das Integrieren der Bewirtungstheke nach außen hin haben wir für die Nutzung noch mehr Platz zur Verfügung. Mit der Vorbereitung haben wir bereits im Mai begonnen. Ohne Günter Daub, dem Ressortleiter für Mannschaftssport, hätte die Organisation wohl nicht geklappt.“, lobte Weber. Die allgemeine Meinung zu den gemischten Gruppen, so Joachim Weber, sei positiv gewesen. Die Damen hätten sich erneut nicht davor gescheut, in den Herrenklassen mitzuspielen.
Von der Zuschauerzahl her sei das Turnier nicht ganz zufrieden stellend. Grund zur Besorgnis gebe dies allerdings nicht, da der Tischtennissport im Allgemeinen auf nicht allzu große Zuschauerresonanz treffe. „Im kommenden Jahr könnten wir uns durchaus auch vorstellen, ein Seniorenturnier anzuschließen. Das ist aber erst einmal nur eine Überlegung. Ein weiteres Ziel ist es, über der Klasse A eine Sonderklasse mit Spitzenspielern einzurichten. Diese sollte dann wie die anderen Klassen über Sponsoren vermarktet werden“, schaut Joachim Weber schon in die Zukunft.
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